
Baulärm in der Berufsschule!
Eine Erfolgsgeschichte geht weiter.
2021 haben wir gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort eine neue staatliche Berufsschule in Bassar eröffnet. Seitdem ist die Nachfrage groß: Jährlich beginnen durchschnittlich 100 bis 120 junge Menschen ihre Ausbildung, die Abbruchquote liegt nahezu bei null. Aktuell besuchen 315 Jugendliche die Schule und absolvieren eine dreijährige Ausbildung im Maurerhandwerk oder in Elektrotechnik.
Jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt.
Das Bundesministerium hat den Förderantrag für den 2. Bauabschnitt unserer Berufsschule in Bassar genehmigt und unterstützt uns mit 200.000 €. Eine Voraussetzung ist allerdings, dass Fi Bassar e. V. zusätzlich 150.000 € Eigenkapital in Form von Spenden mitbringt.
Neben der bereits bestehenden 3-jährigen Ausbildung für Elektriker und Maurer sollen nun auch die Ausbildung für nachhaltige Landwirtschaft und Schreiner hinzukommen. Die Schule steht Mädchen und Jungen gleichermaßen offen und es ist anzunehmen, dass gerade im Bereich Landwirtschaft auch viele Anmeldungen von Mädchen kommen werden.
Die direkte Zielgruppe sind ca. 100 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren pro Jahr, die von einer fundierten beruflichen Ausbildung in den beiden neuen Ausbildungsrichtungen profitieren. Besonders am Herzen liegt uns dabei, mehr Mädchen für eine Berufsausbildung zu gewinnen.
Denn bislang sind gerade einmal 8,25% der Jugendlichen an der Berufsschule Mädchen, obwohl die Schule allen gleichermaßen offensteht. Ein Grund dafür könnte sein, dass die bisherigen Ausbildungsberufe Maurerhandwerk und Elektrotechnik traditionell eher männlich geprägt sind. Mit der ökologischen Landwirtschaft kommt nun ein Bereich hinzu, der in der Region traditionell stärker von Frauen ausgeübt wird. Wir hoffen deshalb, künftig deutlich mehr Mädchen zu erreichen und ihnen mit einer Ausbildung Wege in wirtschaftliche Selbstständigkeit und ein unabhängiges Leben zu eröffnen.
Aber auch die bestehenden Ausbildungszweige profitieren vom Ausbau: Neue Werkstätten schaffen Raum für praktisches Lernen. Und eine eigene Kantine wird künftig rund 600 Schüler*innen täglich mit einem ausgewogenen Mittagessen versorgen.
Doch die Berufsschule soll nicht nur jungen Menschen offenstehen. Auch Erwachsene aus der Region sollen von der Berufsschule profitieren. Rund 50 Kleinbäuer*innen pro Kurs können künftig an einem sechsmonatigen Weiterbildungsprogramm im Bereich Landwirtschaft teilnehmen. Sie erwerben Wissen über nachhaltige Landwirtschaft und Agrarökonomie, stärken ihre Eigeninitiative und können das Gelernte in ihre Familien und Gemeinschaften weitertragen. Auch hier wollen wir Frauen ausdrücklich ermutigen und fördern.
Unterstützen Sie uns, diese neuen Chancen zu schaffen!
Damit die 200.000 Euro BMZ-Förderung eingesetzt werden können, muss Fi Bassar e. V. 150.000 Euro an Eigenmitteln durch Spenden aufbringen.
Mit Ihrer Spende leisten Sie also einen wichtigen Beitrag zum Gelingen unseres Projekts! Sie investieren direkt in Bildung und nachhaltige Entwicklung, ermöglichen jungen Menschen eine qualifizierte Berufsausbildung, stärken Frauen und schaffen langfristige Perspektiven für sie und ihre Familien.
Helfen Sie mit, dass aus Baulärm Zukunftsmusik wird!































