
Neubau der Kinderklinik am Hôpital de Bassar - ein Resümee
Im Februar 2025 wurde der Neubau der Pädiatrie am Hôpital de Bassar eingeweiht und in Betrieb genommen. Wenn Sie uns folgen, aktives Mitglied sind oder eine unserer Informationsveranstaltungen besucht haben, wissen Sie bereits, dass das Projekt erfolgreich umgesetzt wurde.
Die neue Pädiatrie ist ein Meilenstein in der Gesundheitsversorgung der Kinder in Bassar und wäre ohne die Mitwirkung unserer Spender, aktiven und ehrenamtlichen Unterstützer, sowie Partnern oder Fördermittelgebern, wie Engagement Global, Klinikum Nürnberg, blauhaus Architekten, Apotheker helfen e.V., THW und viele weitere, nicht möglich gewesen.
Nach 1,5 Jahren möchten wir Ihnen nun harte Fakten liefern – sodass Sie sich selbst ein fundiertes Bild über die Wirksamkeit „unserer“ Pädiatrie machen können.
Alle Daten basieren auf Erhebungen der ONG Fi Bassar, dem Hôpital de Bassar sowie dem togolesischen Gesundheitsministerium, auf Veranlassung von Fi Bassar e.V. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle Werte auf den Zeitraum 02/2025 – 12/2025.
| Messwert | alte Kinderstation | Neubau Pädiatrie |
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Personal |
5 nicht pädiatrisch ausgebildete Pflegekräfte |
1 Allgemeinmediziner, 7 pädiatrisch ausgebildete Pflegekräfte |
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Betten |
12 Betten ohne besondere Überwachungs- und Isoliermöglichkeiten |
48 Betten, ein separater Überwachungsraum für schwerkranke Kinder, sowie eine Isoliermöglichkeit für Fälle hochansteckender Krankheiten. |
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Mehrfachbelegung |
Betten sind mit meist mit 3 - 4 Kindern und Begleitperson überbelegt |
Eine Mehrfachbelegung konnte durch die neu geschaffene Grundkapazität, sowie die Möglichkeit zur vorrübergehenden Erhöhung der Kapazitäten vermieden werden. |
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Anzahl behandelter Kinder - unter 5 Jahren - ab 5 Jahren |
Ø 370 Ø 830 |
Ø 460 Ø 990 |
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In Bassar geborene Frühchen, sowie davon Anteil direkt in Bassar Versorgter |
Ø 3 - 4 Frühchen im Monat, davon 50 % in Bassar versorgt (50 % verlegt in andere Krankenhäuser) |
Ø 16 Frühchen im Monat, davon 100 % in Bassar versorgt (keine Verlegungen mehr)
Die Pädiatrie sichert damit den besonders anfälligen Frühchen einen gelungenen Start ins Leben. |
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Verlegungen von Kindern (ohne Frühchen) nach Sokodé oder Kara, aufgrund fehlender Behandlungsmöglichkeit in Bassar |
Ø 30 im Monat |
Die Zahl sank bis 12/2025 auf nur noch Ø 2 Verlegungen im Monat
Durch die direkte Versorgung in Bassar verbessert sich nicht nur die Behandlung der Kinder unter medizinischen Gesichtspunkten, die direkte Versorgung am Wohnort vermeidet lange Wege und erleichtert der Familie auch die Betreuung der Geschwisterkinder. |
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Anteil der Kinder, die aufgrund fehlender Sensibilisierung der Eltern, verspätetet vorstellig werden und direkt notärztlich behandelt werden müssen |
Ø 60 % der Kinder mussten direkt notärztlich behandelt werden |
seit März 2025 mussten nur noch Ø 25 % der Kinder direkt notärztlich behandelt werden.
Neben den Hebammen führt auch GIPATO („Handwerkskammer“) Sensibilisierungen und Schulungen durch, im Zeitraum 02/2025 – 07/2025 wurden Ø 2.900 Eltern in Bezug auf Kindergesundheit geschult.
Hierdurch kommen mehr Kinder rechtzeitig zur ärztlichen Untersuchung oder Behandlung und können vermehrt ambulant oder regelhaft stationär versorgt werden. |
Weitere Schlüsselfakten:
- das Hôpital de Bassar ist inzwischen Lehrkrankenhaus der Universität Kara, die Medizinstudierenden haben ergänzend zum Stammpersonal Praxiseinsätze in Bassar
- regelmäßige Besuche, Unterstützung und Personalschulungen durch die Kinderärzte des Krankenhauses Sokodé
- regelmäßige Besuche und Personalschulungen durch den Neonatologen des Krankenhauses Sokodé
- Ernährungsberatung im Hôpital de Bassar für die Eltern
- Verbreitung von Gesundheitsinformationen über den lokalen Radiosender (in lokalen Dialekten)
- die Universität Kara, u. a. mit ihrem Lehrkrankenhaus Hôpital de Bassar ist zweiter Standort für Auslandsfamulatur der PMU/KNMS (Paracelsus Medizinische Privatuniverstität Salzburg/Klinikum Nürnberg Medical School) geworden, November 2025 waren erstmals drei Studierende der KNMS in Togo, 2026 soll mindestens ein Student in Togo seine Famulatur absolvieren
- Für die Begleitpersonen der jungen Patient*innen wurde ein Gästehaus errichtet, so sind die Eltern oder andere Angehörige direkt am Krankenhaus vor Ort, ohne jedoch selbst in der Pädiatrie untergebracht werden zu müssen, wie das in der alten Kinderstation noch der Fall war.





























